In gebührendem Abstand zur Fahner Höhe, gleich neben der B4 auf Höhe Walschleben, befindet sich der Walschberg. Mit 208m Höhe dominiert er die umgebende Ebene. Er ist das rundgeschliffene Relikt eines eiszeitlichen Schutthügels, der allerlei buntes Gestein beherbergt, das einst aus Skandinavien hierher
verfrachtet wurde. An einzelnen Stellen lassen sich Gipsaufschlüsse beobachten und manchmal auch Wasseransammlungen, nach langer feuchter Witterung.
Vor allem von seinem sonnig-warmen steil aufragenden Südhang lässt sich über die Gera-Aue in Richtung Erfurt schauen. Die hiesige Streuobstwiese mit ihrem alten Kirschbaum-Bestand ist leider den trocken-heißen Sommern der frühen 2020er Jahre zum Opfer gefallen. Entlang des Walschberges wurden Schutzpflanzungen angelegt, die seltenen Tieren und Pflanzen wie dem Adonisröschen Rückzug gewähren.
Einst verliefen entlang des Walschberges parallel mittellaterliche Fernwege in Richtung Kleinfahner und weiter nach Westen und Süden. Die Ackerhügel sorgten auch bei schlechtem Wetter für einigermaßen sichere Wegeverhältnisse. Südlich dees Walschberges lassen sich zwei Quellen ausfindig machen, deren Wasser aus den Fahner Höhen stammt und richtung Gera fließt.
Der majestätische Rotmilans ist hier Stammgast. Vor allem zur Winterzeit ist hier eine mächtige Reh-Herde zu beobachten, die bis zu vierzig Tiere stark sind.